Für Schulen & Berufschulen
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man seinen Weg noch nicht klar vor Augen hat. Ich weiß, wie es ist, Umwege zu gehen, Fehler zu machen, neu anzufangen und trotzdem nicht aufzugeben. Genau deshalb stehe ich heute jungen Menschen als Mentor zur Seite.
Zwei Menschen haben auf diesem Weg eine ganz besondere Rolle gespielt: meine damalige Ausbilderin Beate bei GLS und auch der damalige Niederlassungsleiter Pouyan. Beide haben mich sehr gefördert und immer unterstützt.
Als ich mit 31 Jahren meine kaufmännische Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei General Logistics Systems
Germany GmbH & Co. OHG (GLS Paketdienst) im Jahre 08/2015 begann, war mein beruflicher Weg alles andere als selbstverständlich. Meine Ausbilderin Beate erkannte sehr schnell Fähigkeiten an mir, die ich selbst zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht richtig gesehen hatte. Sie sagte mir immer wieder: „Ahmed, gib dein Wissen weiter. Du kannst das. Hilf auch anderen jungen Menschen, ihren Weg zu finden.“
Sie war für mich weit mehr als eine Ausbilderin. Sie hat zugehört, unterstützt, motiviert und an ihre Auszubildenden geglaubt. Sie hat mir gezeigt, welchen Unterschied ein Mensch machen kann, wenn er einen anderen Menschen nicht nur ausbildet, sondern wirklich fördert.
Heute darf ich sie Beate nennen :)...während meiner Ausbildung war sie selbstverständlich meine Ausbilderin und ich habe sie gesiezt, wie alle anderen Auszubildenden auch. Sie machte den Job bei GLS über 40 Jahre, also könnt ihr euch vorstellen, dass wir nicht im selben alter waren.
Wir haben viele besondere, schöne und lustige Momente erlebt und ich bin ihr für ihre Unterstützung bis heute sehr dankbar. Denn ich habe dadurch etwas Wichtiges gelernt: Nicht nur der Weg, den du gehst, ist entscheidend. Manchmal sind es die Menschen, die dich auf diesem Weg begleiten, die dein Leben nachhaltig verändern. Meine eigene Geschichte ist keine perfekte Bilderbuchkarriere. Sie ist echt. Sie ist geprägt von Herausforderungen, harter Arbeit, Neuanfängen und dem festen Willen, mehr aus sich zu machen. Neben Beate gab es einen weiteren Menschen, dem ich bis heute von Herzen dankbar bin: Pouyan, den damaligen Niederlassungsleiter von GLS Hannover. Die Geschichte begann im Jahr 2013 an einem Samstag, als ich noch als Zustellfahrer bei GLS für einen Subunternehmer arbeitete. In einem Hotel in Hannover-Pattensen fand eine Gefahrgutschulung mit Sicherheitsunterweisung statt. Geleitet wurde sie von Holger, dem Gefahrgutbeauftragten von GLS damals. Ich saß an diesem Tag im Schulungsraum mit 50-60 anderen Fahrern und hörte ihm aufmerksam zu. Was mich besonders beeindruckte, war nicht nur sein Fachwissen, sondern vor allem die Art, wie er es vermittelte. Er erklärte selbst schwierige Themen so verständlich und lebendig, dass ich von seiner Schulung begeistert war. In einer kurzen Kaffee & Kuchen Pause ging ich auf ihn zu und sagte: „Holger, weißt du was? Ich möchte auch irgendwann da vorne stehen. Ich möchte Menschen etwas beibringen und Schulungen durchführen, so wie du.“ Holger reagierte sofort positiv und sagte: „Klar, Ahmed, warum nicht! Gleich kommt unser Chef persönlich hierher. Sprich ihn doch einfach direkt an. Vielleicht kann er dir dabei helfen.“ Und genau das tat ich. Kurze Zeit später betrat Pouyan, der damalige Niederlassungsleiter, den Schulungsraum. Ich ging direkt auf ihn zu und erzählte ihm von meinem Wunsch, mich beruflich weiterzuentwickeln und eines Tages selbst Schulungen durchzuführen. Er fragte mich, was ich bisher gemacht hatte und welchen beruflichen Weg ich gegangen war. Also erzählte ich ihm meine Geschichte. Dass ich meinen Hauptschulabschluss erst als Erwachsener in der Tages-Volkshochschule nachgeholt hatte und gleichzeitig nachts Taxi gefahren bin, später auch meinen erweiterten Realschulabschluss machte und mir vieles im Leben Schritt für Schritt selbst erarbeiten musste. Ich war Festangestellter Taxifahrer und musste mein Taxi von Montag bis Samstag von 15 Uhr bis nachts 3 Uhr besetzen. Meine Schule fing Montags um 8 Uhr bis 13 Uhr statt und das ganze 5 Tage die Woche. Meine Hausaufgaben habe ich immer im Taxi gemacht und für die Klausuren auch immer im Taxi bis in Nacht gelernt. Manchmal bin ich vor Müdigkeit im Unterricht sogar eingeschlafen und oft haben mich die Lehrer nach hause geschickt, weil sie wussten, dass ich bis in die Nacht arbeiten musste. Ich war schließlich ein erwachsener Mann der seine Fixkosten hatte und mein Lebensunterhalt selbst finanzieren musste, also war ich gezwungen Vollzeit zu arbeiten. Naja, auf jeden Fall hörte mir Pouyan aufmerksam zu. Und dann sagte er einen Satz, den ich bis heute nicht vergessen habe: „Ahmed, ich möchte dich am Montag um 9 Uhr in meinem Büro sehen.“ Ich wusste damals noch nicht, wie sehr dieser Moment mein Leben verändern würde. Aus diesem Gespräch entstand eine Chance, mit der ich selbst kaum gerechnet hatte. Pouyan glaubte an mich und ermöglichte mir eine kaufmännische Ausbildung bei GLS. Obwohl ich damals wieder zu den ältesten Schülern in der Klasse gehörte, wie damals in der Volkshochschule auch, denn die Mitschüler in der Klasse von mir waren 15 oder 16 Jahre alt, aber da spielte mein Alter für ihn keine entscheidende Rolle. Er sah meinen Willen, meine Motivation und mein Potenzial. Er ermutigte mich, diesen Weg zu gehen, und gab mir die Möglichkeit, mich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln. Pouyan hat mir nicht einfach nur eine Ausbildung ermöglicht. Er hat mir Vertrauen geschenkt und eine Tür geöffnet, die meinen weiteren Lebensweg entscheidend geprägt hat. In der Berufsschule war ich Klassensprecher und stellvertretener Schulsprecher gewesen. Auch in der Schule konnte ich mit meiner Geschichte viele Jungen Menschen abholen und sie Motivieren. Ich war auch in der Schülervertretung und habe mir immer die Zeit genommen, um mich auch in verschiedene Aktivitäten in der Schule einzusetzen. Das fand Pouyan damals sehr stark, dass ich mit über 31 Jahren in der BBS 14 Hannover Schulsprecher wurde:) Gemeinsam mit Beate, die mich während meiner Ausbildung mit viel Engagement unterstützte und förderte, gehörte er zu den Menschen, die einen besonders großen Einfluss auf meine berufliche Entwicklung hatten. Auch Holger werde ich diesen Samstag niemals vergessen. Denn seine Begeisterung für das Vermitteln von Wissen hat damals etwas in mir ausgelöst, das mich bis heute begleitet. Diesen drei Menschen bin ich von Herzen dankbar. Ebenso dem Unternehmen GLS, bei dem ich selbst erfahren durfte, wie wertvoll es ist, wenn Menschen eine Chance bekommen und auf ihrem Weg unterstützt werden. Ich kann dieses Unternehmen jedem wärmstens weiterempfehlen die ihren Weg in die Logistikwelt steuern möchten. In diesem Unternehmen habe ich mich vom Zustellfahrer bis zum Supervisor im Qualitätsbereich weiterentwickelt und auch Schritt für Schritt hochgearbeitet. Plötzlich stand ich selbst vor hunderten von Fahrern und Subunternehmern und hielt über die letzten Jahre Qualitätsschulungen für Zustellfahrer und Unternehmer. Ich habe mit meinen Schulungen am gesamten Standort in Hannover, durch meine langjährige Erfahrung, die Reklamationsquote stark senken können und die Kosten für das Depot und jeden einzelnen Unternehmer reduziert. Dafür waren mir viele Abteilungen auch dankbar denn, meine Arbeit mit den neuen Fahrern und der engen Zusammenarbeit mit der Disposition hat für viel weniger Beschwerden und Reklamationen geführt, was natürlich dazu führte, dass Abteilungen durch meine Arbeit profitierten. Dazu muss ich auch ganz offen und ehrlich sagen, dass ich auch die tollsten und besten Arbeitskolleginnen und Kollegen in der Disco hatte und mit denen immer im engen Austausch war. Ohne die tolle Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen wäre das doppelt so schwierig gewesen. Ich wurde oft auf meine Arbeit angesprochen und auch von der Führungsebene dafür öfters gelobt, dass ich diesen Bereich wunderbar mache. GLS bot mir irgendwann an, die komplette Region Nord, mit 6 bis 7 Depots, als Schulungsverantwortlicher für neue Fahrer zu übernehmen, aber ich wollte mein Weg anders planen und habe mich dazu entschieden meinen eigenen Weg zu gehen und mich anderweitig weiterzuentwickeln. Viele Fahrer bewunderten meine Lebensgeschichte bei GLS. Es hatte sich immer schnell rumgesprochen, dass der Ahmed selbst an diesem Standort in Hannover mal Zustellfahrer war und deswegen konnte ich auch die Schulungen so verständlich wie möglich halten, dass ich beide Seiten auch sehr klar und deutlich erklären konnte.... und da ich natürlich auch türkische wurzeln habe, konnte ich Schulungen auf mehrere Sprachen halten. Ich konnte die Zustellfahrer gut verstehen, aber auch die Seite hinter den Kulissen bei GLS verständlich den Fahrern näher bringen. Viele Subunternehmer wollten immer wieder, dass ich die Schulungen der neuen Fahrer von denen übernehme, denn sie wussten, wenn Ahmed das Onboarding übernimmt, dass sie auch dadurch gut vorbereitete Fahrer bekommen, die dann draußen auf der Straße unnötige Fehler bei der Zustellung machten. Sie schätzten meine Arbeit sehr und ich bin heute noch mit vielen Subunternehmern und früheren Kolleginnen und Kollegen in engen Kontakt. Einige Unternehmer möchten mich sogar heute noch gerne für ihre eigenen Fahrerschulungen buchen. Mit der LastMile-Academy möchte ich genau das weitergeben, was ich damals selbst erfahren durfte: Vertrauen, Wissen, Motivation und die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen. Na gut, wieder kurz zum Anfang meiner Geschichte. Bevor ich mich mit 27 Jahren dazu entschied, meinen Hauptschulabschluss nachzuholen, hatte ich bereits viele verschiedene Jobs hinter mir. Ich arbeitete bei McDonald’s an der Kasse, an einer Shell Tankstelle hinter der Kasse und als Fahrbahnberater, als Pizzakurier, auf Baustellen, im Carportbau, bei einem Elektroinstallateur, als Zeitungsausträger, im Eiscafé, als LKW-Fahrer, Taxifahrer und Zentralist. Ich machte diese Erfahrungen, weil mir damals etwas Entscheidendes fehlte: ein Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Ohne diese Qualifikationen konnte ich mir meinen beruflichen Weg nicht einfach aussuchen. Viele Türen blieben für mich verschlossen. Irgendwann verstand ich, dass ein Schulabschluss wie eine Eintrittskarte ist. Wer ins Stadion möchte, braucht eine. Ohne sie bleibt die Tür zu. Im Berufsleben ist es ähnlich. Ein Schulabschluss und eine Ausbildung öffnen Türen und schaffen Möglichkeiten. Jetzt wisst ihr, wieso ich mich mit 27 Jahren dazu entschied, meinen Hauptschulabschluss nachzuholen. Danach ging es Schritt für Schritt weiter. Es folgten wie auch schon erwähnt weitere Qualifikationen, meine dreijährige kaufmännische Ausbildung und später meine betriebswirtschaftliche Weiterbildung an der technischen Universität Bad Hersfeld. Mein beruflicher Weg führte mich vom Zustellfahrer über die Disposition bis hin zu Führungsverantwortung im Qualitätsmanagement. In meinen Vorträgen vor Schulklassen spreche ich heute offen über genau diesen Weg. Ich wurde bereits von Schulen eingeladen, um jungen Menschen meine Geschichte zu erzählen. Nicht aus einem Lehrbuch, sondern aus meinem eigenen Leben. Ich spreche auch über die Gedanken, die viele Menschen erst später haben: Hätte ich damals auf meine Eltern gehört. Hätte ich meinen Lehrern zugehört. Hätte ich früher verstanden, wie wichtig Schule und Ausbildung für meine Zukunft sind. Heute möchte ich dazu beitragen, dass junge Menschen diese Erkenntnis früher bekommen als ich. Dabei geht es nicht nur um Motivation. Es geht um Realität. • Was bedeutet es, ohne Schulabschluss oder Ausbildung ins Berufsleben zu starten? • Welche Möglichkeiten eröffnet mir Bildung? • Was bedeutet Arbeit und Verantwortung wirklich? • Welche Chancen bietet die Logistikbranche? • Warum sind Zuverlässigkeit, Respekt und Teamfähigkeit so wichtig? • Und wie finde ich meinen eigenen beruflichen Weg? Ich gebe praxisnahe Einblicke in die Welt der Logistik, in moderne Prozesse, Digitalisierung und Unternehmertum, ehrlich und auf Augenhöhe. Heute gebe ich als Coach und Mentor etwas weiter, das Beate mir bereits während meiner Ausbildung mit auf den Weg gegeben hat: Wissen und Erfahrung bekommen einen besonderen Wert, wenn man sie nutzt, um auch anderen Menschen eine Chance zu geben. Mein Ziel ist es, jungen Menschen Selbstvertrauen zu geben und ihnen zu zeigen, dass jeder Anfang klein sein darf, solange der Wille groß ist. Denn manchmal braucht es nur einen Menschen, der an dich glaubt, damit du irgendwann selbst anfängst, an dich zu glauben.


Logistik verstehen – aus erster Hand
Viele junge Menschen wissen nicht, was sie beruflich erwartet oder haben ein falsches Bild von der Logistik.
Als Mentor für Schulen und Berufsschulen gebe ich realistische Einblicke in die Arbeitswelt der Zustelllogistik und stehe für Jugendliche als Mentor zur Seite. Ohne Beschönigung, aber mit Perspektive.
Ich spreche über:
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Den Alltag in der Logistik
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Verantwortung & Zuverlässigkeit
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Entwicklungsmöglichkeiten
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Technik: Mit welcher modernen Technik wird heute gearbeitet?
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Chancen und Herausforderungen
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Eigene Fehler und Lernprozesse (Durch jeden Fehler in der Zustellung, wirst du am nächsten Tag schneller)
Ziel ist Orientierung, Motivation und ehrliche Aufklärung, damit junge Menschen bessere Entscheidungen für ihre Zukunft treffen können.
